03.06.2009 | Produkt News, Corporate Responsibility
Mit Frittenfett einmal um die Welt
Wie wäre es, auf der Fahrt in den Urlaub an einer Imbissbude zu halten, nach etwas gebrauchtem Frittenfett zu fragen und dieses direkt in Biodiesel umzuwandeln? Klingt im ersten Moment absurd, ist aber durchaus möglich, wie der japanische Fotojournalist Shusei Yamada eindrucksvoll unter Beweis stellte. Er reiste auf diese Weise gleich einmal um die ganze Welt – mit der technischen Unterstützung von LANXESS.
Yamada wollte durch seine ungewöhnliche Tour beweisen, dass Biodiesel eine effektive Energiequelle für die Zukunft darstellt. Um tatsächlich den Erdball umrunden zu können, musste der Geländewagen erst einmal entsprechend ausgestattet werden: Eine Produktionsanlage zur Herstellung von Biodiesel musste her, die kompakt genug war, um in einem PKW untergebracht zu werden.
So befragte er zahlreiche Experten, wie man gebrauchtes Pflanzenöl, das beim Frittieren in Haushalten oder Restaurants anfällt, zur Herstellung von Biodiesel raffinieren könnte. Dabei fand Yamada heraus, dass sich das Ionenaustauscherharz Lewatit GF202 von LANXESS als Filter eignet, um die während des Raffinationsprozesses anfallenden Verunreinigungen zu entfernen. LANXESS stellte Yamada neben dem Ionenaustauscherharz auch in größerem Umfang technische Unterstützung zur Verfügung, die sich beim Bau der Anlage als wertvolle Hilfe erwies. Mit der Entwicklung seiner Produktionsanlage für Biodiesel-Kraftstoff und umfangreichen Versuchen verbrachte Yamada zehn Monate.
Im Dezember 2007 startete er dann seine Fahrt rund um den Globus. Nachdem er Japan verlassen hatte, legte sein „Biodiesel Adventure-Projekt“ einen kurzen Zwischenstopp in Kanada ein, bevor die Fahrt quer durch die USA führte. Von dort aus ging es dann weiter nach Europa, Afrika, Zentralasien, und abschließend quer durch Russland. Als dann am 1. Dezember 2008 das Ziel Tokio erreicht war, hatte Yamada in 360 Tagen insgesamt 47.853 Kilometer zurückgelegt - durch insgesamt 17 Länder.
Nach der Tour zeigte sich der Abenteurer Yamada zufrieden: „Wir haben dieses Projekt unternommen, um zu zeigen, dass es tatsächlich etwas gibt, was wir als Einzelne für die Umwelt tun können. Aber dennoch konnte das Projekt nur durch die Zusammenarbeit zahlreicher Menschen auf der ganzen Welt realisiert werden. Ohne die Unterstützung von LANXESS wäre die Anlage zur Raffination von Biodiesel vielleicht niemals fertig gestellt worden. Das Lewatit Ionenaustauscherharz des Unternehmens war für den Projekterfolg ganz entscheidend.“
Und weil alles so gut klappte, hat sich Yamada nun auf die zweite Biodiesel Adventure Tour begeben: Derzeit bereist der Japaner die ländlichen Regionen seines Heimatlandes – mit Lewatit GF202 als ständigem Reisebegleiter.