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29. Juni 2009 | Presseinformationen, Fachpresse, Performance Polymers, Performance Butadiene Rubbers
LANXESS verzichtet weltweit auf stark PAK-belastete Öle
Sichere Zutaten für bessere Gummi-Rezepturen
Leverkusen - Die Business Unit Performance Butadiene Rubbers (PBR) des Synthesekautschukherstellers LANXESS will bis Ende des Jahres 2009 umfassend auf den Einsatz von Verarbeitungsölen mit hohen Gehalten an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) verzichten. In einigen Produktionsstätten der Business Unit ist die Umstellung auf weniger belastete Alternativen bereits abgeschlossen, in allen anderen soll sie sobald wie technisch möglich erfolgen, spätestens jedoch bis zum 1. Dezember 2009 vollzogen sein. „Damit stellen wir sicher, dass unsere Abnehmer und ihre Kunden weltweit und branchenübergreifend von den gleichen hohen Standards profitieren“, sagt Dr. Joachim Grub, Leiter der LANXESS Business Unit PBR. „Natürlich kann der Umstieg für unsere Kunden unter Umständen mit Aufwand verbunden sein. Aber er eröffnet der Entwicklung hochwertiger Gummiartikel zugleich neue Perspektiven. Denn alternative Öle können nicht nur aus Gründen des Gesundheitsschutzes geboten sein: Sie bieten auch erhebliche technische Vorteile.“
Hintergrund der aktuellen Entscheidung sind aktuelle Berichte einer deutschen Verbraucherschutzorganisation, die vor allem in preiswerten Gummiartikeln des täglichen Gebrauchs zum Teil bedenklich hohe PAK-Konzentrationen nachgewiesen hat. Viele dieser Substanzen gelten mit hoher Wahrscheinlichkeit als erbgutverändernd, die Fortpflanzung beeinträchtigend und krebserzeugend. Als eine von vielen PAK-Quellen wurden Teeröle identifiziert, die manchen Gummirohstoffen aus verarbeitungstechnischen Gründen beigegeben werden.
„LANXESS war einer der ersten Hersteller weltweit, der vorausschauend auf das PAK-Problem reagiert hat“, sagt Dr. Grub. „Wir haben unseren Kunden schon 2006 unproblematische Alternativen angeboten – und haben die, die sie einsetzen wollten, bei der Umstellung ihrer Gummirezepturen tatkräftig unterstützt, zum Teil sogar durch eine gezielte und aufwendige Anpassung unserer Kautschuk-Rohstoffe. Mit dem umfassenden Verzicht gehen wir nun lediglich einen konsequenten Schritt weiter. Trotzdem sind wir damit Vorreiter der Branche, denn Gesetze, die den Verkauf PAK-belasteter Produkte verbieten, gibt es längst noch nicht überall auf der Welt. Selbst in den USA befinden sich entsprechende Regelungen erst in der Diskussion.“
Ermutigt zu dem Schritt wurde LANXESS durch die guten Erfahrungen mit den Kunden, die sich in den vergangenen Jahren bereits für LANXESS-Kautschuke mit „sicheren Ölen“ entschieden haben. „Highperformance-Gummimischungen sind äußerst komplexe Vielstoffsysteme. Da tauscht man bewährte Komponenten nicht ohne Not aus“, beschreibt Dr. Joachim Grub die Situation. „Wenn man hier jedoch ausgetretene Pfade verlässt und Öle als einen optimierbaren Mischungs¬bestandteil unter vielen betrachtet, lassen sich im Zuge eines ohnehin fälligen Schwenks weg von stark PAK belasteten Produkten auch erhebliche technische Vorteile erschließen – sowohl was die Verarbeitungseigenschaften der Kautschuke als auch die Endeigenschaften der daraus vulkanisierten Gummiartikel angeht. Vorausschauende Gummi-Hersteller, die ihre Produkte aus Gründen der sozialen Verantwortung und der Produkthaftung nun anpassen, können sich nun diese Potenziale nicht zuletzt durch die Nutzung unserer Erfahrungen erschließen.“
LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2008 einen Umsatz von 6,58 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 14.600 Mitarbeiter in 23 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist an 44 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kunststoffen, Kautschuken, Zwischenprodukten und Spezialchemikalien.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der LANXESS AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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